"Das" Boßeln

Wir wollen Euch das Boßeln in allen seinen Eigenarten vorstellen und einen Einblick auch für nicht Aktive bieten. Hier kommt, was man über das Boßeln wissen muß und sollte.

 

Das Boßeln

Ursprung des Friesenspiels ist das Klootschießen. Wegen der schwierigen Technik wird dieser Sport jedoch nur von relativ wenigen betrieben. Dagegen hat sich das Boßelspiel im Laufe der letzten Jahrzehnte über die alten Verbreitungsgebiete hinaus zum Volkssport Nummer 1 im Weser-Ems-Gebiet entwickelt. Die unkomplizierte Technik erlaubt auch ungeübten Werfern aller Altersklassen - ohne kostenaufwendige Vorbereitung - an einfachen Wettkämpfen teilzunehmen. Ziel eines jeden Werfers ist es, die größtmögliche Weite zu erzielen, d.h. eine bestimmte Strecke mit möglichst wenig Würfen zu durchwerfen. Als Wurfstrecken werden dabei Straßen mit behördlicher Genehmigung benutzt. Geworfen wird entweder mit einer Holz- oder Kunststoffkugel (je nach Altersklasse 9-12 cm Durchmesser) oder mit einer Gummikugel (9,5 bis 10,5 cm Durchmesser). Vorraussetzung zum Boßeln sind nur eine geeignete Straße, 2 Mannschaften und ein Paar Boßelkugeln.

 

Wichtig ist noch die Beschaffenheit der Straße zu erkunden. Um eine große Weite zu erzielen, sollte der Werfer wissen, ob Spurrillen vorhanden sind, ab Bermen als Bande für die Boßelkugel eingesetzt werden können oder ob andere natürliche Hindernisse zu bewältigen sind. Hierzu sucht sich jede Mannschaft nach Möglichkeit einen fachkundigen Bahnanweiser aus.

 

Der Boßler unterscheidet das Werfen „över de lüttje Finger“ (über den kleinen Finger), „över d´ Dumm“ (über den Daumen) und „liek ut Hand“ (gerade aus der Hand). Beim Werfen „über den kleinen Finger“ verleiht der Werfer dem Boßel durch leichtes drehen des Unterarmes zum Körper im Augenblick des Abwurfes einen Drall. Beim Werfen „über den Daumen“ wird der Unterarm leicht nach außen gedreht und erhält somit ebenfalls einen Drall. In Kurven wirft man nicht so kraftvoll als auf gerader Strecke, damit die Boßelkugel nicht aus der Bahn getragen wird, sondern sich mit langsameren „Trüll“ , dem Verlauf der Kurve anpaßt. Besonders Anfänger bedienen sich des Wurfes „gerade aus der Hand“, erfahrene Boßler jedoch versehen ihren Boßel auch auf geraden Strecken mit einem Drall. Sie „dreihen“ (drehen) leicht gegen die Straßenmitte.

 

Um 1900 wurde der Kloot aus dem harten Wurzelholz der Weißbuche gedrechselt. Es folgte eine Zeit in der der Kloot fast ausnahmslos aus dem sehr widerstandsfähigen und selten zerspringenden Pockholz gefertigt wurde. In dieser Zeit entstanden auch die Gummiboßel, die sich zuerst aus schwarzem sehr hartem Gummi und etwas später aus grauem etwas weicherem und leichterem Gummi befanden. Heute wird mit einem roten Gummiboßel geworfen und der Pockholzboßel wurde durch einen Kunststoffboßel ersetzt, der auf der Straße leichter läuft.

 

 

Verfasser: Thomas Dringenberg

 
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Veranstaltungen
 
- Mittwoch, den 28. Dezember 2011in Vereinsgaststätte vom Bosselverein „Liek ut Hand“ Langefeld, Gaststätte Krull, 26607 Aurich-Langefeld, Esenser Postweg 296, laden wir hiermit herzlich ein.

-Kreismeisterschaften weibl. A u. B am 10.12. und 17.12.2011 und am 07.01.2012.

-Europameisterschaft 2012 in Italien vom
Flugreise
16.-21.5.2012
Busreise
15.-23-5. 2012

weitere Informationen erhalte ihr beim Vorstand
Vereinslokal
 
Theda Pupkes
Plaggefelder Straße 40
26632 Ihlow.
 

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